Frische Filets vom FiSH – Die Preisträger 2011

15. Mai 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Alle Jahre wieder wird im Rostocker Stadthafen geFiSHt. Dieses Mal rangen 29 Kurzfilme vom 13. bis 15. Mai um die Gunst von Jury und Zuschauern. Mit dabei war manches kunstvolle Filet-Stück. Grund genug für den heuler, auch mal einen Blick auf die diesjährigen Preisträger zu erhaschen.

Der junge Film ist es, der sich nun schon zum elften Mal beim FiSH, dem Festival im StadtHafen, präsentierte. Von bewegter Kunstfotographie, animierten Bananen, Dokus an den Abgründen der Gesellschaft über Witziges und Absurdes sowie Party-Schlager mit Hannes dem Hausmeister waren verschiedenste Facetten des cineastischen Hochgenusses im MAU-Club vertreten. Daneben wurden dem Publikum in der Bühne 602, im LiWu, im Zirkuszelt Fantasia und im Hansa-Filmpalast noch diverse andere filmische Werke aus Mecklenburg-Vorpommern und der Musik-Welt präsentiert.

Die Preisträger

Doch zwischen den öffentlichen Jury-Sitzungen, Festivität und Schauspiel ist es für die Filmemacher natürlich auch der Wettbewerb, der zählt. Folgende Einreichungen konnten dabei in diesem Jahr unter anderem überzeugen:

„Bettinas Job“ von Patrick Richter

Im Kurzfilmwettbewerb Junger Film war es der Dokumentarfilm „Bettinas Job“ von Patrick Richter, der den ersten Platz belegte und noch zahlreiche andere Nominierungen erhalten konnte. Ein trauriger Film von Einsamkeit, Tod, Alter und Armut, der die Schatten der Gesellschaft auf trockene, alltägliche Art und Weise einzufangen vermochte. Die Dokumentation handelt von Bettina und ihrer Arbeit in einem Wohnhaus für alte Menschen, die anscheinend keine Angehörigen und erst Recht kein Geld mehr haben. Nachdem sie dort das Essen zubereitet hat verkauft sie in einem Laden ausrangierte Kleidung für ein paar Euro an Bedürftige.

„Sprachlos“ von Adrian Copitzky

Auch „Sprachlos“ macht betroffen. Auch hier ist es die Einsamkeit, die bewegt und erschüttert. In weniger als 10 Minuten Film konnte all dies durch das Team von Adrian Copitzky, Felx Faißt und Frank Kayan eindrucksvoll dargestellt werden. Die Belohnung war der Förderpreis des FiSH. Jedes weitere Wort wäre überflüssig.

„Für ’ne Hand voll Tüten“ von Ismail Haciömeruglu

Die Gewinner des Publikumspreises wiederum transportieren ihre Gesellschaftskritik mit Humor, Understatement, einem kroatischen Abiturienten, einem türkischen Hauptschulabgänger, einer verängstigten älteren Dame und ‘ner „Hand voll Tüten“. Damit überzeugte Ismail Haciömeruglu nicht nur die Zuschauer.

Illustration: (c) FiSH – Festival im StadtHafen
Die Filmrechte liegen alle uneingeschränkt bei den Machern der Filme.

Dieser Artikel wurde zuerst auf www.heulermagazin.de veröffentlicht.

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