Lesegewohnheiten in Rostock: Eine Videoumfrage

12. Oktober 2012 § Ein Kommentar

In Deutschland wird immer weniger gelesen? Ganz so pauschal kann man das wohl nicht sagen. Zumindest aber scheinen immer weniger Menschen in Büchern zu lesen. Laut einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung greift nur noch jeder dritte Deutsche mindestens ein Mal pro Woche zum Buch. Und nur drei Prozent zum e-Reader.

André Wornowski und ich haben uns mal im Auftrag der OSTSEE-ZEITUNG mit einer Video-Umfrage in Rostock umgehört, wie es hier um die Lesegewohnheiten steht. Unser Resümee: Die Nutzerzahlen der Stadtbibliothek steigen nach wie vor und besonders unter jüngeren Nutzern, wenngleich die nicht zwangsläufig dahin gehen, um Bücher zu lesen. Und die Nachfrage nach e-Books und e-Readern ist in MV noch immer mehr als verhalten.

Foto: (cc) Max Wohlers / www.jugendfotos.de

Erstsemester 1×1 – Zwölf Tipps für Studienanfänger an der Uni Rostock

1. Oktober 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Das Semester beginnt, aber noch immer keine Ahnung? Ob es nun um Stundenpläne, Einschreibungen oder die Rostocker Partylandschaft geht – für neue Studierende an der Universität Rostock gibt es vieles zu entdecken, zu lernen und zu erleben. Damit der Anfang nicht so schwer fällt, habe ich zwölf Tipps zum Studieren an der Universität Rostock zusammengestellt. Nicht nur für Erstsemester.

    1. Wie schon Douglas Adams sagte: „Don’t panic!“ Alle haben einmal angefangen. Professoren sind auch nur Menschen. Das haben schon ganz andere geschafft. Und Fragen kostet nichts.
    2. Nutze einfach eine der vielen Möglichkeiten, um an die wichtigen Infos zu kommen. Auf dem Campustag am 9. Oktober beispielsweise werden dem interessierten Ersti alle wichtigen Regeln, Organisationen und Strukturen der Universität Rostock auf dem Präsentierteller Campus dargeboten. Neben Informationen zu Stipendien, Auslandsaufenthalten und Studentenleben haben dort auch die Fachschaftsräte ihre Stände. Die Studenten dort helfen gerne dabei, Stundenpläne zu erstellen. Außerdem organisieren viele Fachschaftsräte auch separate Veranstaltungen speziell für die jeweiligen Studiengänge, wo du grundlegende Einführungen erhältst und Leidensgenossen kennenlernen kannst.
    3. Wer lernen will, muss auch feiern können. Hinweise, wo die nächste Party steigt, findest du zum Beispiel beim 0381-Magazin.
    4. Wer feiern will, muss auch mal lernen können. Die Universitätsbibliothek in der Südstadt passt sich da übrigens ganz wunderbar verschiedenen Arbeitsrhythmen an. Selbst am Wochenende hat sie daher bis 24 Uhr geöffnet.
    5. Eine Karte für alles? Schön wär’s! Neben der Studienbescheinigung sollte im studentischen Portemonnaie auch Platz für Bibliotheks-, Kopier-, Rechenzentrums- und gegebenenfalls auch Mensacard sein.
    6. Parlez-vous francais? Am Sprachenzentrum der Hochschule können Studenten für vergleichsweise wenig Geld Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch, Schwedisch, Chinesisch und Arabisch lernen. Zwar ist der erste Anmeldetermin bereits vorbei und die beliebtesten Kurse damit bereits überfüllt, doch auch diese Erfahrung gehört eben zum Studentendasein dazu. Du kannst es zumindest noch bis zum 15. Oktober versuchen, in die Kurse reinzukommen.
    7. Stud.ip – praktisches Hilfsmittel, lästiger Ballast und immer mal wieder nicht funktionierende Studienplattform der Uni Rostock. Sich die Seite genauer anzusehen, um sie effizient nutzen zu können, lohnt sich aber auf jeden Fall.
    8. Wir begegnen der ungesunden Ernährung mit einem kräftigen Sport frei! Das Hochschulsport-Angebot der Universität Rostock kann sich sehen lassen. Zwar ist auch hier der erste Anmeldetermin bereits verstrichen, eine Übersicht über die noch verfügbaren Restplätze gibt es aber hier.
    9. Das Rechenzentrum – dein Freund und Helfer. Über deren Seite erhältst du Zugang zu so praktischen Programmen wie der Zitier-Software Citavi, der PC-Notdienst hilft dir bei technischen Problemen (z.B. dem Computer-Absturz kurz vor Abgabe der Hausarbeit) und per Remotedesktopverbindung kannst du dich  jederzeit von jedem Computer via Internet mit dem Uniserver verbinden und dadurch auf alle dort verfügbaren Programme (wie z.B. Photoshop und SPSS) zugreifen. Eine Anleitung für das Arbeiten mit den elektronischen Ressourcen der Uni hat Clemens Langer mal für den heuler (pdf) geschrieben. Darin erfährst du, wie eine Remote-Desktop-Verbindung hergestellt werden kann, wie das Drucken und Scannen unproblematisch funktioniert, wie man Gruppenarbeitsräume in der Bibliothek reserviert – und noch vieles mehr! Der eine oder andere Blick in das Dokument, kann einiges an Zeit und Ärger sparen.
    10. Auch mal selber machen! Die hochschulpolitischen Gremien setzen sich für deine Belange ein und du kannst mitmachen. Auch wenn es schwer ist, von Anfang an durchzublicken – hier kannst du dich aktiv in die Geschehnisse an der Uni einmischen und etwas bewegen. Schau doch einfach mal auf einer AStA- oder StuRa-Sitzung vorbei oder werde Teil deines Fachschaftsrats!
    11. Für Zuzügler winken 100€. Das Begüßungsgeld erhältst du, wenn du dich beim Einwohnermedeamt hauptwohnsitzlich in Rostock anmeldet.
    12. Und zu guter Letzt: Der heuler ist das studentische Medium der Uni und möchte auch deiner Stimme Gehör verschaffen. Sowohl online als auch als Magazin veröffentlichen wir regelmäßig Neuigkeiten aus Politik, Kultur, Studentenleben und aus den Hallen der Universität. Interesse? Kommt einfach vorbei oder schreibt an redaktion[at]heulermagazin.de.

Foto: (cc) Graduated von Ralph and Jenny / flickr

Dieser Artikel wurde erstmals am 3. Oktober 2011 auf www.heulermagazin.de veröffentlicht. Das hier ist die aktualisierte Fassung für 2012.

Rostock – wie es wirklich ist.

4. März 2012 § 6 Kommentare

In den letzten Wochen hat mich diese Art von Bildern sehr begeistert. Egal ob es nun um den Twitterer, den Journalisten, das Studentenmagazinmitglied oder den Bundespräsidenten ging. Ich dachte mir: “So was brauchen wir auch für Rostock!” Und das ist das Ergebnis:

Seven resist, flickr / Wikimedia / Marco Fieber, flickr / Arian Kriesch, flickr / NDR / Zum.de

Erstes Online-Projekt für die OZ: Streik der Klinikmitarbeiter in Stralsund

4. März 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Am 2. März gingen in Stralsund die Klinikmitarbeiter auf die Straße, um für Lohnsicherheit zu demonstrieren. Das war das Thema meines erstes Beitrags für die Onlineredaktion der Ostsee-Zeitung, den ich zusammen mit zwei Kolleginnen erstellt habe. Das fertig geschnittene Video findet ihr hier.

Minitimer Katzenposter live

7. Februar 2012 § Ein Kommentar

Dieses Mal bin ich eher zufällig in ein Musikvideo reingeraten. Es handelt sich um den Mitschnitt eines wunderbaren Songs von Minitimer Katzenposter – der wohl besten Band, die Rostock und wahrscheinlich sogar Mecklenburg-Vorpommern derzeit zu bieten hat. Das Konzert fand am 29. Januar 2012 im Zwischenbau statt. Für das tolle Ergebnis von Kamera und Schnitt ist Andreas Hieronymus verantwortlich.

Videodreh mit Tim Neuhaus

9. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Und, wer entdeckt Stephan und mich in diesem wunderschönen Musikvideo?

Tim Neuhaus & The Cabinet: Headdown

Mission Bachelor-Arbeit (Teil 2): Die Facebook-Counter-Revolution

7. Dezember 2011 § 3 Kommentare

…läuft. Wie man in diesem Zusammenhang zu sagen pflegt. Es könnte sicher besser laufen, aber Hauptsache ist wohl, dass es weiter geht und ich das Ziel nicht aus den Augen verliere. Mitten in der Nacht überfallen mich zwar schon mal die Gedanken, dass ich das alles niemals schaffen werde, aber insgesamt bin ich noch immer optimistisch, dass es eine gute Bachelorarbeit werden wird. Die Fragestellung nach dem realen Einfluss der neuen Medien auf den Arabischen Frühling fasziniert mich nach wie vor – wirklich ein Vorteil, wenn man sich so lange und so intensiv mit einem Thema auseinandersetzen soll.

Die große wissenschaftliche Problematik bei der Untersuchung der Inhalte von sozialen Netzwerken ist natürlich, dass man zwar jede Menge reliable Daten zusammensammeln kann, da diese in Nutzerstatistiken in der Regel automatisch erfasst werden; man sich aber zugleich nie über deren Validität sicher sein kann, da ja nicht alles, was man in einem sozialen Netzwerk über sich angibt auch der Wahrheit entspricht. Mit anderen Worten: Woher weiß ich, ob die ägyptische Bloggerin, der ich bei Twitter folge, tatsächlich bei diesen Demonstrationen dabei war oder ob sie nicht letztendlich nur von einem kreativen US-Amerikaner mit Langeweile erfunden wurde, wie es sich bei dem Blog „A Gay Girl in Damascus“ herausstellte.

Ein weiterer Aspekt, auf den ich während meiner Recherchen nun immer wieder stoße, ist die Tatsache, dass das Internet, natürlich nicht nur die Einflussmöglichkeiten der normalen Menschen auf der Straße erweitert, sondern auch den Diktatoren und Autokraten dieser Welt neue Instrumente zur Propaganda und Gehirnwäsche in die Hand gibt. Morozov schrieb wirft die berechtigte Frage auf, ob das Internet doch kein „Katalysator für sozialen Wandel“ ist, sondern viel mehr „der Kleber“, der autoritäre Regime vor dem Zerfall bewahrt. Als Beispiel bringt er unter anderem die chinesische ‚50 cent‘-Partei, deren ca. 280.000 Mitglieder für jeden regierungsfreundlichen Kommentar 50 Cent erhalten. Die gute Nachricht dabei: Die radikale Zensur scheint keine befriedigende Lösung zu sein. Ethan Zuckermann spricht in diesem Zusammenhang von der „Cute-Cat-Theory“. Diese handelt davon, dass diejenigen, die die Nutzung des Internets und insbesondere sozialer Netzwerke unterbinden, weniger den Regimegegnern, sondern vor allem all den normalen Menschen schaden, die auf Facebook einfach nur Bilder von süßen Katzen verbreiten wollen. Warum sind es eigentlich immer die Amerikaner, die so interessante Thesen in so treffende und leicht verständliche Bilder bringen?

Hier noch einmal ein Vortrag von Evgeny Morozov mit dem Titel „The Internet in Society: Empowering or Censoring Citizens“, der netterweise auch noch animiert wurde.

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